Das Wasserstoffnetzwerk PROOH2V war zu Gast bei der Wasserstoffinitiative in Falkensee! Der Einladung am 19.11. zu einem Netzwerktreffen sind 20 Personen gefolgt.
Nach einem Bericht aus dem Wasserstoffnetzwerk durch den Netzwerkmanager Jan Gühne konnte Joachim Joachim Cieslik von der Wasserstoffinitiative Falkensee über die Ergebnisse der Wasserstoffpotentialstudie für das Havelland berichten: die Potentiale für Wasserstoff sind dort erforscht und niedergeschrieben. Dem sollten in Zukunft konkrete Projekte im Havelland folgen.
Herr Steffen Schlegl aus dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz des Landes Brandenburg ging in seinem Vortrag auf die bisherigen Aktivitäten der Landesregierung ein: zum einen auf dem Einsatz für die Realisierung der Doing-Hydrogen Pipeline für unsere Region und zum anderen auf das Engagement für die Richtlinie „Wasserstoff-Speicher Brandenburg 2024“. Im Land Brandenburg werden im Verbundvorhaben doing hydrogen private und staatliche Gesamtinvestitionen von 900 Mio. Euro ausgelöst.
In einem weiteren Vortrag konnte Sven Geitmann den Aufbau und den Stand der Umsetzung des H2CE Projektes – Interreg Central Europe – vorstellen. Er ist bis März 2026 bei der REG Neuruppin für den Abschluss dieses Projektes verantwortlich. Es befindet sich momentan auf der Zielgerade – die Ergebnisse der einzelnen Projekte aus sieben europäischen Ländern werden im kommenden Jahr auf einer noch im Aufbau befindlichen Homepage der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.
Kontrovers und aufrüttelnd war der Vortrag von Thomas Kotowski. Als langjähriger Berater für alternative Antriebsysteme hat er klargestellt, dass die Debatte E-Mobilität versus Wasserstoffantrieb auf einer falschen Grundlage beruht – Grundlage für beide Antriebe ist ein Elektro-Fahrzeug. Er ging in diesem Zusammenhang auf den aktuellen Stand im deutschen Schwerlastverkehr ein: Deutschland hat ca. 800.000 zugelassene Lkw´s über 7,5 Tonnen, davon ca. 300.000 LKW über 18 Tonnen. Ziel des Klimaschutzprogramms des Bundesministeriums für Verkehr und Infrastruktur (BMVI) 2030 ist, dass bis 2030 45% davon emissionsfrei fahren sollen. Dieser Umstieg auf alternative Antriebsarten ist sehr ambitioniert und bedarf einer entsprechenden Infrastruktur. Die angestrebten hohen Investitionskosten erfordern eine sorgfältige Auswahl und Planung, da Fehlentscheidungen fatale finanzielle Folgen haben können, sowohl bei den Flottenbetreibern, als auch bei der Lade-/Tankinfrastruktur.
Die zahlreichen Rückfragen zeigten, dass er damit einen Nerv bei den Teilnehmenden getroffen hatte.
Das nächste Netzwerktreffen findet am 16.01.26, 15-17 Uhr im KreativWerkR6 statt. Schon jetzt herzliche Einladung dazu – mehr Infos folgen.
