Die Bundestagsabgeordnete Dr. Andrea Lübcke (BÜNDNIS 90/Die GRÜNEN) konnte sich am Mittwoch den 30.09. vor Ort einen Einblick in eine innovative Technologie verschaffen. Die Stadtwerke Oranienburg GmbH haben mit ihrem Wasserstoff-ready Blockheizkraftwerk im Ortsteil Lehnitz zusammen mit der Firma Tuxhorn Blockheizkraftwerke GmbH Pionierarbeit geleistet. In der ehemaligen Kaserne hatte sich das Lastprofil des Nahwärmenetzes durch stetige Nutzungsänderung stark verändert. Eines der drei Heizkessel wurde durch ein neues Blockheizkraftwerk ersetzt – das ist zunächst nicht innovativ. Jedoch kann dieses überarbeitete BHKW zwischen verschiedenen Brennstoffen stufenlos im laufenden Betrieb umschalten – und es kann mit bis zu 100% Wasserstoff betrieben werden.
So bleibt man bei der Wahl der Brennstoffe maximal flexibel – und das bei einer überschaubaren Verlängerung der Armortisationszeit von nur einem halben Jahr.
Der Weg bis zur Umsetzung war lang – eine namhafter Anbieter für Heiz- und Sanitärtechnik aus der Berliner Region hatte bisher wenig Erfahrung mit Wasserstoff. Darf das BHKW mit Wasserstoff im Heizhaus überhaupt betrieben werden? …
Aus der angeregten Diskussion nehmen wir mit:
➡️ Verlässlichkeit in politischen Vorgaben wichtig
➡️ Fehlende Berücksichtigung des Brennstoffs in der KWK Förderung – die höheren Kosten für Biomethan oder Wasserstoff müssten abgebildet werden.
➡️ Die Vorbildfunktion der öffentlichen Hand (Stadtwerke, Schwimmbäder,…) für den Aufbau von H2-ready KWK Anlagen – durch diese Anlagen erhält man die freie Wahl des Brennstoffes und der Mischungsverhältnisse. Entsprechend der zukünftigen Verfügbarkeit von Wasserstoff oder Biomethan können die Anlagen flexibel gefahren werden.
Vielen Dank für diesen konstruktiven Austausch!
